Die erste Frage, mit der wir uns zu beschäftigen hatten, war eher ungewöhnlich: Von wo bis wohin geht eigentlich die Provence? Es gibt nämlich keine eindeutige Definition darüber. Als Teil der Region Provence-Alpes-Cote d'Azur haben wir die Alpes und die Cote d'Azur zukünftigen Reisefilmen überlassen. Einige Orte bzw. Sehenwürdigkeiten, die zwar gerne bei organisierten Provence-Reisen angefahren werden, aber streng genommen gar nicht zur Provence gehören, wurden nicht in den Film aufgenommen. Dazu gehören die Ardeche-Schlucht, Nimes, der Pont du Gard, Aigues Mortes sowie St. Gilles.

Einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Provence erhält man im Musée Grévin in Salon-de-Provence. Von einem Audioführer kann man sich bequem durch das Wachsfigurenkabinett begleiten lassen oder in der an der Kasse vorhandenen kleinen kostenlosen Broschüre in deutscher Sprache nachlesen, worauf sich die dargestellten Szenen beziehen. Leider sind im Museum keine Aufnahmen erlaubt.

Nicht ganz selten weht ein etwas heftiger Wind. Wenn er schon richtig unangenehm ist und noch ordentlich Kälte mitbringt, handelt es sich um den Mistral. Da er nicht selten über Tage hin bläst, heißt es auch im Sommer immer warme Kleidung dabeihaben oder für diese Tage ausreichend "indoor" Termine zu planen.

Wenn eine Pflanze mit der Provence in Verbindung gebracht wird, dann ist es der Lavendel. Ansichtskarten, Kalenderbilder und Bildbände präsentieren die Provence oft und gerne in lila getränkt. Vor Ort ist es nicht ganz so heftig. Zwar gibt es recht große Lavendelfelder, aber die sind relativ selten und meistens auf Teile des Nordens beschränkt. Es ist durchaus möglich, (in der Blütezeit des Lavendels) zwei Wochen lang durch die Provence zu fahren, ohne ein einziges Lavendelfeld gesehen zu haben. Wer sich jedoch nach dem romantischen Anblick sehnt, der wird im Juli rund um Valensole mit Sicherheit auf seine Kosten kommen.