Die Ukraine hat eine wechselvolle Geschichte mit Gebieten, die mit dem Kernland um Kiew recht wenig zu tun hatten und bei denen vor 100 Jahren nicht zu rechnen war, dass sie jemals zur Ukraine gehören würden. Diese Gebiete haben jeweils eine völlig unterschiedliche Geschichte aufzuweisen. Aus diesem Grunde habe ich es vorgezogen, jeweils zur Stadt bzw. Region etwas zu schreiben.

Kiew

Die Stadt soll im 5. Jahrhundert von 3 Brüdern und einer Schwester gegründet worden sein. Am Ufer des Dnjepr und in der Innenstadt gibt es jeweils ein Denkmal dazu. Erinnert wird auch an die Kosakenzeit, vor allem an Bogdan Chmelniecki, der im 17. Jahrhundert einen eigenständigen Kosakenstaat errichtete.

 

 

Zum Gedenken an die Taufe von Großfürst Volodymir und seinem Gefolge und der darauf folgenden Christianisierung im Jahre 988 wurde die Volodymyr-Kathedrale im 19. Jahrhundert erbaut. Geweiht werden konnte die Kirche jedoch erst 8 Jahre nach der 900-Jahr-Feier, da die Fertigstellung der mehrere tausend Quadratmeter große Fresken sich verzögerte. Aber: Das Warten hat sich gelohnt.

 

 

 

Die Sophienkathedrale dient heute als Museum. Auf das Museum erheben gleich drei Kirchen Anspruch. Nach dem Tod ihres Patriarchen Volodymyr wollte die ukrainisch-unabhängige Kirche Fakten schaffen und ihn dort beerdigen. Nach einer Massen- schlägerei zwischen seinen Anhängern, Anhängern der Moskau-treuen Orthodoxen, Polizisten und Zivilisten wurde kurzerhand die Straße aufgebrochen und ein Grab für ihn ausgehoben. Und wenn er nicht auferstanden ist, so liegt er dort noch heute …

Gegenüber der Sophienkathedrale liegt das Michaelskloster, an dessen Eingangs- bereich das Denkmal für die Opfer der Hungersnot von 1932/33 steht. 6 Millionen Menschen hat diese bewusst von Stalin in Kauf genommene Tragödie das Leben gekostet, die meisten davon in der Ukraine. Viele Ukrainer betrachten das heute als Völkermord. In dieser Zeit wurde auch das Kloster abgerissen, jedoch Ende der 90er Jahre wieder aufgebaut.

Lemberg

1256 erstmals urkundlich erwähnt, kam Lemberg Ende des 14. Jahrhunderts zu Polen. 1704 während des Nordischen Krieges von den Schweden zerstört, kam es 1772 nach der 1. Polnischen Teilung an Österreich und wurde dort Hauptstadt der Provinz Galizien und Lodomerien. Die Blütezeit im 19. Jahrhundert hatte zur Folge, dass die Stadt nach Wien, Budapest und Prag die viertgrößte Stadt der Habsburger Monarchie wurde.

Nach dem 1. Weltkrieg besetzten polnische Truppen die Stadt, nach dem 2. Weltkrieg wurde sie ein Teil der Sowjetunion. Nachdem in der Zeit des 2. Weltkriegs von deutscher Seite aus die meisten Juden und ein Großteil der polnischen Intelligenz vernichtet wurden, kam es danach in Galizien zu einer Völkerverschiebung bzw. Vertreibung: ca. eine Million Polen mussten aus Ostgalizien in die ehemaligen deutschen Ostgebiete, ca. 500.000 Ukrainer aus Westgalizien (Teil Polens) nach Ostgalizien mit der Hauptstadt Lemberg. Deutsche wurden natürlich auch vertrieben und aus der ganzen Sowjetunion kamen Russen und Ukrainer hierher.

Heute ist Lemberg ein Teil der Ukraine; die Nähe der Stadt zu Polen und Mitteleuropa ist deutlich zu spüren, unter anderem durch das Denkmal des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz an zentraler Stelle.

Czernowitz

Bis 1775 war Czernowitz ein Dorf, das mit dem umliegenden Land, der Bukowina, zum Fürstentum Moldau gehörte. Während des Russisch-Osmanischen Krieges wurde die Bukowina von Österreich besetzt und dem gerade durch die 1. Polnische Teilung erworbenen Galizien zugeschlagen. Dies alles ist im Zusammenhang zu sehen mit der absehbaren Expansion Russlands Richtung Schwarzes Meer und dem Wunsch nach einem Gleichgewicht der Kräfte.

Im folgenden Jahrhundert wurde Czernowitz die Hauptstadt der Bukowina, die 1849 von Galizien abgetrennt und ein selbständiges Kronland innerhalb Österreichs-Ungarn wurde. Bis zum 1. Weltkrieg erreichte es eine kulturelle Blüte und wurde gerne als "Klein-Wien" bezeichnet.

Nach dem 1. Weltkrieg verleibte sich Rumänien die Bukowina ein, nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bukowina schließlich geteilt: der südliche Teil ging an Rumänien, der nördliche Teil mit Czernowitz an die damalige Sowjetunion. Heute ist Czernowitz ein Teil der Ukraine.

Der zentrale Platz ist der Ringplatz. Die Wandlungen, die die Stadt im 20. Jahrhundert durchlief, kann an den Denkmälern gut nachvollzogen werden:
In der deutsch-österreichischen Zeit stand dort eine Marienstatue.
In der rumänischen Zeit ein Soldat mit rumänischer Fahne.
In der sowjetischen Zeit ein Lenin-Denkmal.
In der ukrainischen Zeit ein Denkmal des ukrainischen Nationaldichters Taras Sevcenko.

Dass weder Maria, Lenin noch Sevcenko irgend etwas mit Czernowitz zu tun hatten, ist wieder eine andere Sache.

Direkt am Ringplatz steht das Haus der rumänischen Kultur, das rührig an die rumänischen Kulturschaffenden aus der Bukowina erinnert. Vor allem an den Komponisten Ciprian Porumbescu, der die rumänische Nationalhymne komponierte (die in den 1990er Jahren allerdings durch eine neue ersetzt wurde – in einem antikommunistischen Wüten wurden die alten Symbole abgeschafft, obwohl an der Hymne überhaupt nichts kommunistisches war) und den rumänischen Nationaldichter Mihail Eminescu. Beide besuchten hier die Schule bzw. Universität.

Immer noch ist Czernowitz eine Vielvölker-Stadt und ca. 10% der Bevölkerung sind Rumänen. In den Außenbezirken der Stadt haben wir bei der Durchfahrt mit dem Bus mehrere kleine Geschäfte mit rumänischer Beschriftung gesehen.

Chotyn

Zum Schutz wichtiger Handelswege und Raubzügen der Tataren wurde nahe der Stadt Chotyn am Dnister im 12. Jahrhundert eine Festung erbaut. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie im 16. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier mehrere entscheidende Schlachten geschlagen zwischen dem Fürstentum Moldau, Polen, dem ukrainischen Kosakenstaat, dem Osmanischen Reich, Österreich und Russland.

Nach dem 1. Weltkrieg fielen Festung und Stadt als Teil Bessarabiens an Rumänien, nach dem 2. Weltkrieg an die Sowjetunion bzw. die Ukraine.

Kamjanez Podilskyj

Nur 20 km von Chotyn entfernt, liegt Kamjanez Podilskyj. Auch hier gab es dauernd Belagerungen und Schlachten. Während Chotyn Teil Bessarabiens war, war Kamjanez Podilskyj Teil Podoliens und gehörte vom 14. Jahrhundert bis zur 2. Polnischen Teilung 1793 zu Polen, dessen südöstlichste Grenzfestung es die ganzen Jahrhunderte über war.

Kurzfristig war es von 1672 bis 1699 ein Teil des Osmanischen Reiches. 1793 machten die Russen die Stadt zur Hauptstadt des Gouvernements Podolien. Während zwischen den beiden Weltkriegen der westliche Teil Podoliens an Polen fiel, wurde Kamjanez Podilskyj 1919 zwischenzeitlicher Sitz der Ukrainischen Nationalregierung. 1922 wurde die Ukraine schließlich eine Teilrepublik der Sowjetunion und ist heute ein eigenständiger Staat.

Während der türkischen Zeit wurde die katholische Peter- und-Paul-Kathedrale in eine Moschee umgewandelt und ein Minarett davor aufgestellt. Als Zeichen des Sieges über die Muselmanen steht heute eine Marienfigur auf dem Minarett.

Odessa

Ende des 18. Jahrhunderts wurde von den Russen eine nahe türkische Festung erobert. Um einen leistungsfähigen Militärhafen am Schwarzen Meer zu haben, wurde auf Befehl der Zarin Katharina der Großen eine Stadt gegründet. Um an die griechische Kolonie Odessos zu erinnern, wurde die Stadt schließlich "Odessa" getauft. Der Eroberer der Festung, der Neapolitaner Joseph de Ribas, wurde auch der erste Statthalter. Ihm folgte Armand du Plessis, Herzog von Richelieu (nicht zu verwechseln mit dem Kardinal des 17. Jahrhunderts), der später französischer Premierminister wurde.

Nicht nur die Führung der Stadt war international, auch die Bevölkerung war es. Viele folgten dem Ruf der russischen Regierung, unter anderem die Schwarzmeer-Deutschen. Ohne Leibeigenschaft, ohne Mauern und Schloss, war Odessa ein Magnet für viele Menschen aus ganz Europa, die diese Stadt aufbauten. Richelieu schrieb 1803: "Noch nie versammelten sich in einem Land auf einer derart kleinen Fläche Angehörige so vieler Völker, deren Sitten, Sprachen, Kleidung, Konfession und Bräuche sich so sehr voneinander unterscheiden".

Für alle, die mit dem Schiff ankamen, war die Potemkin-Treppe der Empfang zur Stadt Odessa. Von unten findet der Blick den einstigen russischen Statthalter, den Herzog von Richelieu in römischer Toga, der mit ausladender Hand wie ein Gott den Fremden begrüßt.

Mit der Spanischen Treppe in Rom konkurriert sie darum, die berühmteste Treppe der Welt zu sein. Das hat vor allem mit einer der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte zu tun: Im "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein rollt ein Kinderwagen die Treppe hinunter, und Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten metzeln wehrlose Arbeiter nieder.

Aus der ehemaligen "Richelieu-Treppe" wurde im Jahr 1955 zum 50. Jahrestag der Meuterei die "Potemkin-Treppe" – allerdings nicht zu Ehren des Fürsten Grigorij Potemkin, sondern zu Ehren der Meuterei auf dem gleichnamigen Schlachtschiff.

Krim

Ursprünglich von Steppenvölkern wie den Tauriern und Skythen bewohnt, siedelten in der Antike die Griechen hier. Im Zuge der Völkerwanderung siedelten sich hier vor allem Goten an, später kamen und gingen weitere Völker. Im 13. Jahrhundert fielen die Tataren hier ein; Genueser und Venezianer errichteten Niederlassungen. Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Türken die Krim, Ende des 18. Jahrhunderts die Russen.

Im 2. Weltkrieg kam es zu heftigen Kämpfen. Mit Bezug auf die germanischen Goten sollte die Krim als "Gotengau" annektiert und mit Südtirolern besiedelt werden (das war die "Option", über die heute noch in Südtirol diskutiert wird; die Befürworter dieser Aktion wurden gerne als "Landesverräter" beschimpft).

Zum Gedenken an den vor 300 Jahren erfolgten Zusammenschluss des ukrainischen Kosakenstaates an Russland (das Denkmal des Kosakenführers Bogdan Chmelniecki ist das 2. Bild in meinem Kiew-Bericht), "schenkte" die Sowjetunion 1954 unter ihrem damaligen, aus der Ukraine stammenden, Regierungschef Nikita Chruschtschow die Krim der Ukraine. Ein symbolischer, reiner Verwaltungsakt. Dies ist der Grund, warum heute die Krim ein Teil der Ukraine ist. Dumm gelaufen.

Die Krim war Schauplatz mehrerer bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Über die Krimtataren berichte ich in Bachtschissarai, über den Krimkrieg in Sewastopol und über die Jalta-Konferenz in Livadia. Die Älteren unter uns werden sich wahrscheinlich an ein Urlaubsbild von Anfang der 70er Jahre erinnern, als Leonid Breschnew und Willy Brandt im selben Boot saßen. Das war auf der Krim. Hier verbrachte Michail Gorbatschow im Sommer 1991 Urlaub und hier wurde er im Laufe des Putsches unter Arrest gestellt. Die Bilder von Boris Jelzin, der zur selben Zeit in Moskau auf dem Panzer stehend in ein Megaphon sprach, gingen um die Welt.

Heute ist die Krim eine autonome Republik innerhalb der Ukraine. Hat also ein eigenes Parlament, eine eigene Regierung und das Recht, über eingenommene Steuern selbst zu bestimmen. Die Bevölkerung besteht aus ca. 58% Russen, 24% Ukrainern, 12% Krimtataren und Sonstigen.

Großer Wirtschaftsfaktor, aber den Ukrainern auch nicht ganz geheuer ist die russische Schwarzmeerflotte, die vor Sewastopol ankert. Die Pachtverträge laufen bis 2042.

Palast von Livadia

Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde der Palast von Livadia als Sommerresidenz der Zarenfamilie fertig gestellt. Mehrere Ausstellungsstücke erinnern an diese.

 

 

 

 

Weltweit berühmt wurde der Palast, als hier im Februar 1945 die Konferenz von Jalta stattfand, auf der die 3 Mächte der Anti-Hitler-Koalition über die Nachkriegsordnung verhandelten. Die Bilder von Churchill, Roosevelt und Stalin gingen um die Welt. Hier wurde unter anderem die Aufteilung Deutschlands und Berlins in 3 Besatzungszonen beschlossen (später in 4 unter Einbeziehung Frankreichs).

 

Woronzow-Palast

Vor der grandiosen Felslandschaft des Aj-Petri wirkt die Sommerresidenz des Generalgouverneurs von Neurussland, Graf Michail Woronzow, wie ein Palast aus Tausendundeiner Nacht. Ein Jahrhundert später genoss hier Winston Churchill während der Jalta-Konferenz das Leben.

Bachtschissarai

"Palast im Garten" heisst die deutsche Übersetzung von "Bachtschissarai" und beinhaltet eine Moschee, ein Mausoleum, verschiedene Brunnen und natürlich den eigentlichen Palst mit Harem.

Im Zuge von Auflösungserscheinungen der Goldenen Horde der Mongolen entstand um 1430 das Krim-Khanat unter der Herrschaft einer Nebenlinie der Mongolenkhane, das weite Teile der heutigen Ukraine unter seine Kontrolle brachte. Bereits 1475 fiel es zwar unter osmanische Kontrolle, behielt jedoch ein gewisses Maß an Autonomie. Die Krimtataren unternahmen häufige Raubzüge in das ukrainische Binnenland und nach Russland und machten viele Gefangene, die sie anschließend als Sklaven in den Orient verkauften (mit ein Grund zur Abwehr der Tataren war der Ausbau der Festungen wie z.B. Chotyn). 1571 drangen sie bis nach Moskau vor, wurden aber im folgenden Jahr unter Iwan IV. dem Schrecklichen vernichtend geschlagen.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden das Tataren-Reich schließlich von den Russen erobert, die die Tataren in die unfruchtbaren Gebiete im Inneren der Krim zurückdrängten. Hierauf kam es zu einer Massenflucht. Während des Krimkriegs in den 1850ern und des 2. Weltkriegs standen die Krimtataren auf der türkischen bzw. deutschen Seite – beides keine gute Wahl. Nach dem Krimkrieg kam es zu einer Massenflucht aus Angst vor russischen Repressalien, nach dem 2. Weltkrieg wurden die restlichen Krimtataren nach Zentralasien umgesiedelt. Beim Transport in Viehwaggons kam etwa die Hälfte von ihnen ums Leben. Erst 1988 durften sie auf die Krim zurückkehren.

Doch zurück zum Khan-Palast, der Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Zarin Katharina II. die Große und ihr Gefolge waren überwältigt von der märchenhaften orientalischen Pracht der Residenz. Wer bereits im Orient oder in Andalusien war, hat schon Besseres gesehen, aber schlecht ist es nicht.

Sewastopol

Der Krimkrieg Mitte des 19. Jahrhunderts, der zwischen den europäischen Großmächten ausgefochten wurde, fand in Sewastopol seinen Hauptschauplatz. Die dramatischen kriegerischen Auseinandersetzungen und die heldenhafte 1 Jahr dauernde Verteidigung sind im Panorama-Museum dargestellt.

Im Wesentlichen kämpften Russland, das sich auf Kosten des Osmanischen Reiches vergrößern wollte, gegen dieses Reich als auch gegen England und Frankreich.

Das Ergebnis des Krieges? Neben den vielen Toten und Verwundeten holten sich alle eine blutige Nase und einen leeren Geldbeutel. Am Schlimmsten traf es Russland, das in der Folge weit reichende Veränderungen in Verwaltung, Bildung und Militär vornehmen musste, was die Kassen noch weiter leerte. In dem Zusammenhang ist der Verkauf Alaskas an die USA im Jahre 1867 zu sehen. Die Russen werden sich deswegen heute noch in den Arsch beissen.

Österreich nahm zwar nicht aktiv am Krieg teil, mobilisierte jedoch seine Truppen an der russischen Grenze und band somit große Teile der russischen Armee, die nicht aktiv am Krieg teilnehmen konnten. Dies führte zum finanziellen Ruin Österreichs, das zu nachhaltigen Einsparungen in der Armee führte. Und damit zur Niederlage von 1866 gegen den Norddeutschen Bund unter Führung Preußens. Deutschland wurde wenig später unter Preußen geeint und Österreich aus Deutschland quasi raus geschmissen.

Weiters war der Krimkrieg der Auftakt zur modernen Kriegsberichterstattung. Die neuen Telegraphen machten es möglich: noch am selben Abend stand in den englischen Zeitungen, was am Vormittag passierte.

Nach einem verheerenden Sturm, der die englische und französische Flotte schwer traf, wurde die erste staatliche Wettervorhersage eingerichtet.

Florence Nithingale reformierte das Versorgungs- und Lazarettwesen, Nikolai Pirogow begründete die Feldchirurgie.

Unter den Verteidigern Sewastopols war der junge Leo Tolstoj, der 3 Erzählungen über den Krieg herausbrachte, die sehr schnell seine Popularität in Russland begründeten.

Chersones

Das antike Chersones liegt am Rand von Sewastopol an einer Bucht. Auf dem weitläufigen Gelände finden sich Überreste der antiken griechischen, aber auch der byzantinisch-mittelalterlichen Stadt.

Nicht zu übersehen ist die Kirche, die zu Ehren des Kiewer Fürsten Volodymyr errichtet wurde. Hier in Chersones soll Volodymyr vor über 1000 Jahren getauft worden sein und damit die Christianisierung des Ostens eingeleitet haben.

Mit der Taufe von Volodymyr hat unsere Reise in Kiew begonnen und hier endet sie.

Zuschlechterletzt …

… sei noch erwähnt, dass im gesamten Gebiet der heutigen Ukraine der 2. Weltkrieg und der Holocaust besonders wüteten. Stellvertretend für die Gräuel steht das Bild der zerstörten Synagoge von Brody.